Es ist Mitte November in London – Zeit die Weihnachtssaison einzuläuten. Doch ist all der Hype verfrüht und unnötig? Nicht unbedingt. Der Weihnachtsmann und sein Elfenstaat könnten sich als wahre Retter der Finanzkrise herausstellen. Die Krise könnte aber auch ihren Untergang bedeuten..
Archiv für November 2008
Weihnachtswirtschaft – Die Rettung der Märkte?
In Politik, Wirtschaft on November 30, 2008 at 3:42AUFRUF: Die besten Handyfotos 2008
In Kunst, web on November 29, 2008 at 5:49In Anbetracht der Tatsache, dass in undefinierter Wiederholungsschleife zu jedem Jahresende das Beste aus allen möglichen Bereichen zusammmengetragen und anschließend öffentlich präsentiert wird, hat sich die Redaktion von Jaques&Juergen vorgenommen, zur Jahreswende in diese allzu regelmäßig praktizierte Sitte mit einzustimmen.
Jedoch wollen wir auf ein viel zu unbeachtetes und unterschätztes Genre aufmerksam machen: das Genre der Handyfotos. Handyfotos haben sich im Zuge des technischen Fortschrittes zu einer wahren Lifestyle-Kunstform heraus gemausert. Dabei reicht die Palette vom flüchtigen Partyschnappschuss bis zu kunstvoll inszenierter Darstellung. Wir wollen untersuchen, wieviel Kunst und Ästhetik tatsächlich in diesem Bereich steckt. Deswegen rufen wir zur freien Partizipation auf, die besten Handyfotos von euch oder euren Peers zu aquirieren und an folgende Adresse zu senden:
jaquesjuergen@hotmail.com
Die 10 besten Fotos werden dann zur Jahreswende in unserer Galerie veröffentlicht. Zu Gewinnen gibt es keinen Toyota Corolla und nicht 200.000€ in bar. Wir müssen darauf hinweisen, dass Jaques&Juergen ein Blogmagazin auf nichtkommerzieller Basis ist, und es somit leider kein dotiertes Preisgeld geben wird. Macht ja nichts. Dafür bleibt euch der Fame in unserer Galerie, Ruhm und ein Beitrag zur Emanzipation des Handyfotogenres!
Also, wenn ihr das genauso gut findet, wie diese australischen „Dudes“ hier, schickt euer Handyfoto ein!
Vielen Dank.
Die Redaktion von Jaques&Juergen
Resignatives Stochern im Nebel des Zeitgeists
In Feuilleton, Politik on November 28, 2008 at 1:30Jugend ohne Charakter! titelte Ende August die Zeit, auf die Polemik Die traurigen Streber ihres Feuilleton-Chefs Jens Jessen verweisend. Charakterlosigkeit, Egoismus und Angepasstheit attestierte dieser den Studierenden. Johannes Duschka stimmt ihm im Großen und Ganzen zu und arumentiert trotzdem gegen verschiedene Punkte in Jessens Polemik. Der Autor plädiert für
„eine Kritik, die die aktive Mit-Täterschaft privilegierter Personen an den -durch Sachzwänge entschuldigten- Verwerflichkeiten, die sie in ihrem persönlichen Wirkungskreises begehen, ins Visier nehmen muss.“
Leben in Alltagsfabeln – Benjamin Dittrich und seine Kunst
In Kunst on November 27, 2008 at 7:10Diesmal stellen wir in unserer Projektmappe Benjamin Dittrich vor. Er ist Kunststudent in Leipzig und präsentiert exklusiv seinen Zyklus „Alltag“, sowie seine Bilder „Laika“ und „Nach der Schule gehen die Jungen angeln“. Zwei Kommentare wagen einen tieferen Blick auf sein Werk.
Orientierungssuche – im Angebot der Anbieter
In Feuilleton, web on November 26, 2008 at 3:45Studivz, Facebook, Myspace, ich habe alle und warte sehnlich bis jemand endlich meine Seite besucht, und sich anschaut, wie schön ich sie eingerichtet habe. Irgendwie sehne ich mich manchmal nach den alten Kettenmails, die hatten so etwas Persönliches. Da interessierte sich jemand für deine Augenfarbe, und wer dein bester Freund ist. Mein 2nd life, ist das mein Alter Ego? Lost in Informations… Chaos? Kann Ulrich Beck weiterhelfen?
Eine kleine Odysee durch die Informationsflut.
Indien, Indie und Idioten
In Kolumne on November 24, 2008 at 11:52Ein weiteres Wochenende ist vergangen und Alex berichtet im zweiten Teil seiner Kolumne „Alex and the girls“, was passierte und vor allem was nicht. Diesmal findet das Schauspiel auf einer dieser unsäglichen studentischen WG-Parties statt.
„Als wir ankommen fliegt uns schon im Hausflur der unnachahmliche Geruch von Opiumersatzstäbchen für 16 jährige um die Nasen. Jetzt wird’s hart. Cirka 120 Leute drängen sich in der kleinen WG, in der es riecht als hätten sie Moschusochsen gemolken und gebadet.“
Überkonform als Zeitgeistbesetzer – Eine Strategie für Markt- und Hausgebrauch
In Feuilleton on November 22, 2008 at 4:12Populärkultur fordert einiges ab vom Standardkonsumenten. Stellt sich die Frage wie man es am besten bewältigen sollte und vor allem wie man nicht nur seinen Teil am Konsum beiträgt, sondern auch noch anderen Leuten seine Konsumansichten aufzwängt. Das Produzent – Konsumentverhältnis einmal überdacht. Gerade in Zeiten der kommenden Kulturkrise ein schöner Leitfaden [weiter]
Der analoge Konservatismus
In Feuilleton on November 21, 2008 at 12:16Eine Entgegnung auf eine Kulturpessimistin
In der ZEIT Nr. 48 vom 20.11.08 erschien im Politikteil ein Artikel von Susanne Gaschke, der in dieser Weise nicht unkommentiert stehen gelassen werden darf. Der Text trägt den Titel „Die digitale Erlösungslehre“ und setzt sich zum Ziel, die angebliche Verführung durch das Internet und deren schlimme Folgen für die Gesellschaft aufzudecken.
Als Replik darauf soll mit diesem Beitrag versucht werden, diese Warnung vor „Verführung“ zu entlarven als das, was sie ist: Eine Strategie des bildungsbürgerlichen Konservatismus, dessen Intention es ist, die Hegemonie und Exklusivität der (Hoch-)Kultur des eigenen Milieus vor der Partizipation breiter Bevölkerungsteile durch das Internet zu schützen und zu bewahren.
Zwischenruf – Nothing happens with the Happening
In Feuilleton on November 20, 2008 at 4:25Was ist los mit künstlerischem Protest, wer rüttelt noch am moralischen Wertefundament der Gesellschaft? Verhallen die Rufe des Schreitheaters und der Demos wirklich ungehört? Steph Belbourne sucht einen Ausweg aus der Misere..
„Happenings, Fluxus, Performances.. macht man so etwas heute eigentlich noch? Mit dieser Frage im Kopf stieg ich in die Straßenbahn, die für das Happening der 6 ukrainischen Künstler umgestaltet wurde und nun durch die Leipziger Innenstadt und das Studentenviertel zog, auf der Suche nach Mitfahrern, die zu Performance animiert werden sollten..“
Neues Projekt vorgestellt: „Heimat“ von Max Heisenberg
In Kunst on November 18, 2008 at 5:15Mit einem Kommentar von Steph Belbourne
Spätestens seit der Fußball-Weltmeisterschaft von 2006 findet sich der Heimatbegriff in einem völlig neuen Diskussionskontext, herausgelöst aus alten Verklärungen. Auch Max Heisenberg wendet sich mit seiner Fotografie-Serie „Heimat“ ab von einem Heimatbegriff, der entweder dem rechtsextremen Lager oder dem Kitsch zugeordnet wurde. Wie in seinem dritten Heimatbild „Vertrauen“ schlängeln sich die Definitionsbegriffe, die sich in den vorgestellten Werken offenbaren, mit ihrer fragil-schüchternen Konstruktion über das Gefühl eines Neopatriotismus, auf den sich eine breite Öffentlichkeit einzustellen scheint, hinweg…
Geschichte, Räume. Szenerien ad Abstractum
In Feuilleton, Geschichte on November 15, 2008 at 12:58Geschichtsschreibung ist seit dem letzten Jahrhundert einer der Begriffe, die sich einem konstanten Wandel unterwerfen müssen. Jeder mittelmäßige Denker hat seine eigene Definition aufgestellt und ist dennoch nicht zu irgendeinem haltbaren Ergebnis gelangt. Hier soll versucht werden, den Begriff komplett aufzulösen und ihn gleichzeitig ein weiteres Mal umzudeuten. Als Polemik, in der ganzen Streitbarkeit, die ihm inne wohnt… [weiter]
Der Fluch Obamas
In Politik on November 14, 2008 at 8:35Die Hoffnung der Welt ruhte auf Obama, Wahlumfragen in teilen Europas zeigten die breite Zustimmung für diesen Mann und seine Prophezeiungen. Auf ihm ruhte nicht nur Hoffung, die provokante Außenpolitik Amerikas zu besänftigen, man ließ sich von „Change“ und einer rosigen Zukunft mit einem vernünftigem und fairen Amerika umsäuseln. Doch gerade dieses neu gezeichnete Bild der Weltmacht könnte die vielleicht bedeutendste globale Bewegung betäuben und im Keim ersticken. [Weiter]
Die Allianz der Idiotie
In Feuilleton, Film on November 13, 2008 at 4:23Die Coen-Brüder haben einen neuen Film gemacht.
Kindlich-naive Debilität gepaart mit einer unbekümmerten Seitensprungmentalität sind in der Regel nicht die Verhaltenspräferenzen, die man klandestin agierenden Erpressern und ihren im staatlichen Geheimdienst beschäftigten Gegenspielern zuschreiben würde. Doch genau das ist das Bild, was die Brüder Joel und Ethan Coen in ihrem neuen Film „Burn After Reading“ zeichnen. [Weiter]
John und die Sehnsucht nach dem Jagdbomberpiloten
In Politik on November 5, 2008 at 7:53Der Mann mit dem besseren, stilgemäßeren Namen hat nicht gewonnen. John McCain wäre als Präsident die Verkörperung des Roland-Emmerich-Amerikas geworden, die Zusammenführung von Kämpfer-Attitüde und edler Intention; Weltrettung und Zerstörung des Bösen. [Weiter]
Die Macht des Mythos – Ein alternder Superheld auf dem Weg der Menschwerdung
In Feuilleton on November 5, 2008 at 1:24Superhelden sind zumeist unantastbar. Aber was macht sie aus, was machen sie, wenn sie mal nicht die Welt retten oder besser was wenn sie alt werden? Und wie reflektieren sie eigentlich darüber? [weiter]
Virtuelle Leinwände
In Kunst on November 4, 2008 at 8:01Künstlerisches Schaffen – ein Phänomen, welches die beeindruckende Fähigkeit besitzt, Rohmaterial aus beliebigen Bereichen aufzugreifen und integrativ zu adaptieren. Das 20. Jh. bot an seinem Wegesrand des Fortschritts genug Fundstücke, Bewegung in die Begrifflichkeit von Kunst zu bringen. Das letzte Fundstück, zwischen Vergissmeinnicht und Sauerampfer aufgegriffen, ist NETZWERKKUNST.
Dieser Artikel setzt sich zum Ziel, dieses Feld.. [weiter]





