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Archiv für 2009
Blond, Branding, Trendwenden
In Geschichte, Gesellschaft, Politik on Juni 14, 2009 at 1:00Die Generation der Imagologen
Von Tom Price
Eine Generation, der es nur um das Image geht, um Oberflächlichkeiten, nicht um Meinung und Inhalte. Wie schrecklich morbid und dekadent wir sind.
Nein, sind wir nicht. Denn das ist nur die halbe Wahrheit. In unserer Manipulierbarkeit ist uns auch eine Chance in die Wiege gelegt worden. Um dies nachvollziehen zu können, muss man auch den Gegner und den Siegeszug der Image-manie über ihn verstehen.
Tomorrow is today
In Politik, Umwelt, Wirtschaft on Juni 11, 2009 at 12:01Our System is Failing us
Die ökonomische Krise griff in den letzten Monaten um sich. Nicht nur Wirtschafts- und Finanzwelten wurde erheblich durchgerüttelt, leider gerieten auch Klimafragen aus dem Fokus der Öffentlichkeit. Frisch im Amt ratifizierte die liberale Regierung Australiens 2007 zwar das Kyotoprotokoll, kürzlich wurden jedoch die Emissionsziele von 20 auf 5% gesenkt – in der Regierung scheint sich die Stimmung zu verbreiten, dem freien Markt die Rettung der Umwelt zu überlassen.
Chloe Begg, Masterstudentin an der Monash Universität Melbourne, über „Heute“ und die Zukunftsperspektiven von Umweltpolitik.
Yoann Pisterman: Die Poetik des Unsichtbaren
In Feuilleton, Kunst on Juni 7, 2009 at 2:39
vorgestellt von Silke Ballath
In der einsamen Stille des Horizonts erwacht ein Licht aus den Tiefen der Seele. Yoann Pistermans Werke erheben ihre Stimme in dem Moment, da der Tag zur Nacht wird und die Sonne sich in der Weite verliert. Wenn das Licht anfängt, das Irreale der Wirklichkeit sichtbar zu machen, und die Gegenwart zwischen Vergangenheit und Zukunft wandelt, wird das Sichtbare unsichtbar und das Abwesende tritt in Erscheinung.
Da real kids in da real hood
In Uncategorized on Mai 13, 2009 at 6:34
Ein Ghetto-Bericht mit peinlichem Titel
von Kwek Meyer
„…Deiner Mutter in den Arsch…deiner Mutter in den Arsch“ tönt es, unterlegt von hammernden Beats, aus einem offenen Fenster im zweiten Stock, während ich gerade im Garten damit beschäftigt bin, die Wäsche abzunehmen. Tja, so ist das halt hier – im Problemviertel, im Ghetto – wo jene wohnen, die so wenig zu verlieren haben, dass ihnen selbst die schlimme Musik, die sie hören müssen, egal ist.
Sakura Fischer: Rhythmische Knotenpunkte (un)heimlicher Betrachtung
In Kunst on April 6, 2009 at 7:22
vorgestellt von Silke Ballath
Nexus, der Name von Sakura Fischers Arbeit ist das lateinische Wort für Verbindung oder Verknüpfung. Ihre Arbeiten entstehen aus Knoten, Ketten und den sich daraus herstellenden Verbindungen. Das Knoten unterschiedlichster Textilien miteinander entspringt einer Faszination für die Idee des Zusammenfügens. Das Aneinanderreihen einer Vielzahl von Knoten zeigt den Prozess ständiger Wiederholung. Die meditative Ausdauer, die in ihren Arbeiten steckt ist Teil eines langwierigen Entstehungsprozesses der skulpturalen Formen im Raum.
Peter Garrett – Der Superminister
In Politik on März 22, 2009 at 12:13Eine Kombination aus Foucault, Bono und Joschka Fischer; ein Star mit Weltrettercharakter, ein Realist mit kühler Öko-Kalkulation. 2009 das Wahljahr, doch der Traum von Minister, wo ist der? Tatsächlich existiert eine Inkarnation dieser Zusammenstellung, jedoch nicht im heimischen, sondern im Australischen Parlament!
Musik. Verloren im Konsum
In Feuilleton, Musik, Uncategorized on März 16, 2009 at 9:41
Steph Belbourne zeigt in seinem Resumé über die Vorgehensweise des modernen Hörers überraschende Verluste auf, die man heute hinnehmen muss, wenn man seiner Lieblingsmusik lauscht, obwohl, oder gerade weil der technische Fortschritt High Fidelity und feinste Klangqualität ermöglicht.
Spiel, Satz, Antisemit
In Politik on März 11, 2009 at 3:17Juden sind bei Linken und anderen in Malmö nicht willkommen
von Theodor Gärtner
Junge Menschen demonstrieren zu Tausenden gegen Israel, fordern zum Boykott auf – man solle keine Waren aus dem jüdischen Staat mehr kaufen, skandieren sie. Unter dem Motto „Stoppa Matchen“ - „Stoppt das Match“ protestieren sie in Malmö gegen das Davis-Cup-Tennismatch Schweden gegen Israel. 7000 sind gekommen, um den israelischen Spielern zu zeigen, dass sie nicht willkommen sind. Theodor Gärtner zeigt, dass dies keine normale Autonomen-Demo ist und dass die Friedensaktivisten nichts mit linker Emanzipation zu tun haben.
Belbourne in Melbourne
In Wirtschaft on März 3, 2009 at 8:32oder: Der Geist des Kapitalismus
Von Steph Belbourne
In seinem ersten Artikel als Auslandskorrespondent in Australien berichtet Steph Belbourne von einer Konfrontation mit dem dortigen Wirtschaftssystem. Eine Erzählung, die zeigt, wie der etwas liberale Kapitalismus in Down Under und wie Steph Belbourne funktioniert.
Nicht umsonst keine Deutschen
In Film, Politik on Februar 24, 2009 at 3:29Berlinale subjektiv
Genug gelesen hat man ja von der Berlinale. Nun steht fest, welcher Film den goldenen Bären erhalten hat – peruanisch und politisch – das musste ja sein. Wahrscheinlich existiert ein geheimes und verbindliches Regelwerk für die Jury, nach dem keine Filme den Wettbewerb gewinnen dürfen, die a.) aus Amerika oder Westeuropa kommen und b.) weder Neokolonialismus noch die imperialistischen Schandtaten der Globalisierung an den Pranger stellen. Nun ja, der Ruf als politisch-alternatives Festival muss ja gefestigt werden.
Neuer Künstler im Portfolio: David O’Kane
In Kunst on Februar 11, 2009 at 2:27David O’Kane: Doppelgänger
Die Seele des Menschen ist unergründlich, sagte einst Heraklit. Wie ergründlich ist dann Kunst? Wieviel gibt sie von uns und unserer Gesellschaft preis?

Betrachtet man die Bilder von David O’Kane, Absolvent der HGB-Leipzig, kommt man Kunst und Psyche ein Stück näher. Dieses Portfolio, kommentiert von Stephan Diesel, ergründet das Werk O’Kanes und begibt sich gleichzeitig auf das Verborgene im Menschen. Dem Standpunkt von Diego Velázques gleich reflektiert nicht nur der Künstler, sondern zugleich der Betrachter selbst.
Ich arbeite, also…!
In Wirtschaft on Februar 9, 2009 at 10:42
Immer redet man über das Wetter. Oder über Arbeit. Und meistens kommt diese schlecht weg im SmallTalk Gespräch morgens im Bus oder der Bahn. Doch wenn man sich nicht über Arbeit unterhalten würde, worüber dann? Würde man sich überhaupt in ein Gespräch verwickeln? Arbeit schafft soziale Situationen. Bei Mama zu Besuch oder neben dem alten Klassenkamerad an der Ampel hilft sie uns gegen das verlegene Herumgedruckse. ‘Und wie läuft es auf der Arbeit?’ hat schon manch verklemmte Situation gelöst..
[weiterlesen] und mehr erfahren in den beiden ersten von drei Gedanken zur Arbeit von Stephanie Werth.
Die miese Gruppe und der Padus
In Alltag, Kolumne on Februar 1, 2009 at 8:24Steph Belbourne über die Grausamkeit und Unnötigkeit von Gruppenarbeiten
Ich sitze vor meiner Hausarbeit; und vor Wut kollabiert mir gleich mein Padus[1]. Warum es zu diesem äußerst schmerzvollen und unschönen biologischen Desaster kommen könnte, liegt einzig und allein an meiner Seminargruppe. Es ist Mittwoch Abend, morgen Mittag ist finaler Abgabetermin der Arbeit, und meine lieben Mitglieder haben sich in unerreichbare Anonymität geflüchtet, sind komplett untergetaucht, nachdem sie mir gestern endlich ihre jeweiligen Teile zuschickten, derer ich nun Herr werden muss, da meine Aufgabe darin besteht, selbige Teile in ein wunderschönes Ganzes zu verwandelt.
Gleich ist anders als ungleich
In Alltag, Feuilleton on Januar 28, 2009 at 6:15Von der Entlohnung der Arbeit oder auch nicht
von Stephanie Werth
Gleich …
Verantwortung für
Gesundheit, Leben, Sauberkeit, Ordnung, Recht, Bildung …
dafür Lohn …
Anerkennung, Respekt, soziale Kontakte …
Mit Arbeit
verdient man!
Ungleich …
400 oder 1.300
jung oder alt
2.400 oder 4.200
West oder Ost
3.100 oder 5.300
erfahren oder unerfahren
1.800 oder 4.700
Mann oder Frau
Anders …
Mit Nicht-Arbeit
verdient man nichts!
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Dies ist der Prolog eines Dreiteilers, in dem sich die Autorin kritisch mit den Begriffen „Gleich“, „Ungleich“ und „Anders“ auseinander setzt. Die erste Betrachtung erscheint in den nächsten Tagen auf Jaques&Juergen.
Bukowski ohne Sex und Trinken: Die Kunst von dafit
In Kunst on Januar 24, 2009 at 2:01In unserer Portfolio-Mappe präsentieren wir diesmal einen jungen Künstler, dessen Werke sehr heterogen daherkommen. Malerei, Zeichnungen, Fotografien – David Röder alias „dafit“ bietet einen vielfältigen Überblick über seine Kunst. Dazu eine Rezension mit dem Titel „Schafe und Steckdosenkabel revisited“.
Es macht keinen Sinn mehr Sinn zu produzieren
In Feuilleton, Kunst, web on Januar 20, 2009 at 10:41Ein nichtgeneriertes Essay
Zugegebenermaßen ist es recht eigenartig, innerhalb eines journalistisches Mediums eine zweite Ebene zu konstruieren, die als Referenzpunkt eines Artikels gilt. Vor allem, wenn diese Ebene selbst ein Artikel ist. Zumindest dem Anschein nach. Es geht um den Artikel “The Collapse of Narrative: Textual appropriation in the works of Tarantino”, der kürzlich auf Jaques&Juergen erschien. Auch für Muttersprachler wäre es schwierig, auch nur ansatzweise den Sinn eben jenen Textes zu rekonstruieren. Es gibt nämlich keinen.
The Collapse of Narrative: Textual appropriation in the works of Tarantino
In Uncategorized on Januar 16, 2009 at 9:44Ein Gastbeitrag von John Q. O. Abian
The primary theme of the works of Tarantino is the difference between sexual identity and class. Therefore, postdialectic discourse implies that the significance of the reader is deconstruction. Sontag promotes the use of the textual paradigm of context to read society. However, the characteristic theme of Brophy’s essay on Batailleist `powerful communication’ is a self-fulfilling paradox. Foucault’s model of textual appropriation states that culture is capable of truth. But the figure/ground distinction depicted in Tarantino’s Pulp Fiction emerges again in Four Rooms, although in a more mythopoetical sense.
Der Sprung ins kalte Wasser
In Alltag, Feuilleton on Januar 5, 2009 at 1:32Wächterhäuser – Nische oder Konzept gegen den Leerstand im Altbau
Eine Reportage aus Leipzig

Bevölkerungswandel, Abwanderung, 45 000 leerstehende Wohnungen allein in Leipzig, drei Viertel davon sanierungsbedürftig. Langjähriger Leerstand und Verfall prägen das Bild der Stadt, nicht zuletzt seiner Hauptverkehrsstraßen. Im Oktober 2004 schlossen sich u.a. Geographen, Stadt- und Regionalplaner, Bauingenieure und Landschaftsplaner zum Verein Haushalten e.V. zusammen. Ziel des Vereins ist es, städtebaulich und baukulturell bedeutsame Gebäude, die vom Abbruch bedroht sind, zu erhalten. Am Beispiel eines dieser Wächterhäuser wird das Konzept näher betrachtet.
Alex and the girls #3
In Kolumne on Januar 4, 2009 at 8:35Es war ein bisschen still geworden, am Ende des letzten Jahres. Alex and the girls mussten sich kurz trennen…Familie Freunde, Weihnachten. Man kennt das ja alles. Dieses Jahr wird alles wieder gut. Es ist eine kleine Vorschau, eine Art guter Vorsatz als Vorgeschmack auf das, was da kommen mag! [weiter]












