Das Online-Feuilleton für Politik, Kultur, Kunst und Alltag

Archiv für Februar 2009

Nicht umsonst keine Deutschen

In Film, Politik on Februar 24, 2009 at 3:29

Berlinale subjektiv

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Genug gelesen hat man ja von der Berlinale. Nun steht fest, welcher Film den goldenen Bären erhalten hat – peruanisch und politisch – das musste ja sein. Wahrscheinlich existiert ein geheimes und verbindliches Regelwerk für die Jury, nach dem keine Filme den Wettbewerb gewinnen dürfen, die a.) aus Amerika oder Westeuropa kommen und b.) weder Neokolonialismus noch die imperialistischen Schandtaten der Globalisierung an den Pranger stellen. Nun ja, der Ruf als politisch-alternatives Festival muss ja gefestigt werden.

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Neuer Künstler im Portfolio: David O’Kane

In Kunst on Februar 11, 2009 at 2:27

David O’Kane: Doppelgänger

Die Seele des Menschen ist unergründlich, sagte einst Heraklit. Wie ergründlich ist dann Kunst? Wieviel gibt sie von uns und unserer Gesellschaft preis?

Betrachtet man die Bilder von David O’Kane, Absolvent der HGB-Leipzig, kommt man Kunst und Psyche ein Stück näher. Dieses Portfolio, kommentiert von Stephan Diesel, ergründet das Werk O’Kanes und begibt sich gleichzeitig auf das Verborgene im Menschen. Dem Standpunkt von Diego Velázques gleich reflektiert nicht nur der Künstler, sondern zugleich der Betrachter selbst.

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Ich arbeite, also…!

In Wirtschaft on Februar 9, 2009 at 10:42

kinderarbeitImmer redet man über das Wetter. Oder über Arbeit. Und meistens kommt diese schlecht weg im SmallTalk Gespräch morgens im Bus oder der Bahn. Doch wenn man sich nicht über Arbeit unterhalten würde, worüber dann? Würde man sich überhaupt in ein Gespräch verwickeln? Arbeit schafft soziale Situationen. Bei Mama zu Besuch oder neben dem alten Klassenkamerad an der Ampel hilft sie uns gegen das verlegene Herumgedruckse. ‘Und wie läuft es auf der Arbeit?’ hat schon manch verklemmte Situation gelöst..

[weiterlesen] und mehr erfahren in den beiden ersten von drei Gedanken zur Arbeit von Stephanie Werth.

Die miese Gruppe und der Padus

In Alltag, Kolumne on Februar 1, 2009 at 8:24

Steph Belbourne über die Grausamkeit und Unnötigkeit von Gruppenarbeiten

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Ich sitze vor meiner Hausarbeit; und vor Wut kollabiert mir gleich mein Padus[1]. Warum es zu diesem äußerst schmerzvollen und unschönen biologischen Desaster kommen könnte, liegt einzig und allein an meiner Seminargruppe. Es ist Mittwoch Abend, morgen Mittag ist finaler Abgabetermin der Arbeit, und meine lieben Mitglieder haben sich in unerreichbare Anonymität geflüchtet, sind komplett untergetaucht, nachdem sie mir gestern endlich ihre jeweiligen Teile zuschickten, derer ich nun Herr werden muss, da meine Aufgabe darin besteht, selbige Teile in ein wunderschönes Ganzes zu verwandelt. 

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