Das Online-Feuilleton für Politik, Kultur, Kunst und Alltag

Archiv für die Kategorie ‘Feuilleton’

Yoann Pisterman: Die Poetik des Unsichtbaren

In Feuilleton, Kunst on Juni 7, 2009 at 2:39

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vorgestellt von Silke Ballath

In der einsamen Stille des Horizonts erwacht ein Licht aus den Tiefen der Seele. Yoann Pistermans Werke erheben ihre Stimme in dem Moment, da der Tag zur Nacht wird und die Sonne sich in der Weite verliert. Wenn das Licht anfängt, das Irreale der Wirklichkeit sichtbar zu machen, und die Gegenwart zwischen Vergangenheit und Zukunft wandelt, wird das Sichtbare unsichtbar und das Abwesende tritt in Erscheinung.

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Musik. Verloren im Konsum

In Feuilleton, Musik, Uncategorized on März 16, 2009 at 9:41

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Steph Belbourne zeigt in seinem Resumé über die Vorgehensweise des modernen Hörers überraschende Verluste auf, die man heute hinnehmen muss, wenn man seiner Lieblingsmusik lauscht, obwohl, oder gerade weil der technische Fortschritt High Fidelity und feinste Klangqualität ermöglicht.

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Gleich ist anders als ungleich

In Alltag, Feuilleton on Januar 28, 2009 at 6:15

Von der Entlohnung der Arbeit oder auch nicht

von Stephanie Werth

Gleich …

Verantwortung für

Gesundheit, Leben, Sauberkeit, Ordnung, Recht, Bildung …

dafür Lohn …

Anerkennung, Respekt, soziale Kontakte …

Mit Arbeit

verdient man!

 

Ungleich …

 400 oder 1.300

jung oder alt

2.400 oder 4.200

West oder Ost

3.100 oder 5.300

erfahren oder unerfahren

1.800 oder 4.700

Mann oder Frau

 

Anders …

 Mit Nicht-Arbeit

 

verdient man nichts!

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Dies ist der Prolog eines Dreiteilers, in dem sich die Autorin kritisch mit den Begriffen „Gleich“, „Ungleich“ und „Anders“ auseinander setzt. Die erste Betrachtung erscheint in den nächsten Tagen auf Jaques&Juergen.

 

Es macht keinen Sinn mehr Sinn zu produzieren

In Feuilleton, Kunst, web on Januar 20, 2009 at 10:41

Ein nichtgeneriertes Essay 

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Zugegebenermaßen ist es recht eigenartig, innerhalb eines journalistisches Mediums eine zweite Ebene zu konstruieren, die als Referenzpunkt eines Artikels gilt. Vor allem, wenn diese Ebene selbst ein Artikel ist. Zumindest dem Anschein nach. Es geht um den Artikel “The Collapse of Narrative: Textual appropriation in the works of Tarantino”, der kürzlich auf Jaques&Juergen erschien.  Auch für Muttersprachler wäre es schwierig, auch nur ansatzweise den Sinn eben jenen Textes zu rekonstruieren. Es gibt nämlich keinen.

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Der Sprung ins kalte Wasser

In Alltag, Feuilleton on Januar 5, 2009 at 1:32

Wächterhäuser – Nische oder Konzept gegen den Leerstand im Altbau

Eine Reportage aus Leipzig

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Bevölkerungswandel, Abwanderung, 45 000 leerstehende Wohnungen allein in Leipzig, drei Viertel davon sanierungsbedürftig. Langjähriger Leerstand und Verfall prägen das Bild der Stadt, nicht zuletzt seiner Hauptverkehrsstraßen.  Im Oktober 2004 schlossen sich u.a. Geographen, Stadt- und Regionalplaner, Bauingenieure und Landschaftsplaner zum Verein Haushalten e.V. zusammen. Ziel des Vereins ist es, städtebaulich und baukulturell bedeutsame Gebäude, die vom Abbruch bedroht sind, zu erhalten. Am Beispiel eines dieser Wächterhäuser wird das Konzept näher betrachtet.

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Die Zehn-Cent-Frage bei McGeiz

In Feuilleton, Kolumne, Wirtschaft on Dezember 20, 2008 at 5:40

oder   Ist eine bessere Welt mit gentrifizierten Handelsketten möglich?

Es gab einmal eine Zeit, in der man sich nicht als Aldi-Einkäufer outen konnte, ohne sich der abschätzigen Blicke und mitleiderfüllten Beileidsbekundungen der Gesprächspartner sicher sein zu können. Diejenigen, denen man diese Information oft lapidar im Gespräch mitteilte, waren nämlich leidenschaftliche Tengelmann-Käufer und damit die geistigen Brandstifter der Bionade-Spießer in den Studentenvierteln unserer Städte. Aldi galt als Inbegriff und Lebensmittelpunkt eines intellektuell sowie finanziell minderbemittelten Milieus, das man nie sein wollte und – was ein Glück – auch nie sein würde, denn die Altbauwohnung in St.Pauli oder Düsseldorf (Prenzlauer Berg war damals zu dreckig) und die Cafes mit all den schönen Menschen darin würden einem schon helfen, niemals diesen Point-of-no-Wiederaufstieg zu erreichen. Dazu gehörte natürlich einiges an Eigeninitiative, zum Beispiel den verpönten Aldi-Markt und seine asozialen Kunden zu meiden.

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Steinzeitliche Griechen und deutsche Spießer

In Feuilleton, Kolumne, Politik on Dezember 10, 2008 at 2:42

Ein chaotisch-anarchistisches Brainstorming

Dantes Inferno sei irdisch geworden, sagt man in der Presse. Wechselt man die Seiten, so seien die brennenden Läden und Barrikaden „tausende Lichter“ für den jungen Alexandros Grigoropoulos, die er von dort oben, wo er nun weile, sehen könne. Ein Zeichen der Solidarität und Wut. Demokratiebefürworter sehen anders aus – wir sehen einer Jugend zu, die verkürzt argumentiert, eine dürftige Kapitalismuskritik abliefert und „die da oben“ für alles verantwortlich macht. Eine Jugend, die aber auch tatsächlich handlungsfähig ist und reale Gewalt ausüben kann, mit allem drum und dran. Und – dies sollte man bedenken – im Gegensatz zu unserer deutschen Spießer-Jugend. [WEITERLESEN]

Typisch Zonenschicksal?

In Feuilleton, Geschichte on Dezember 4, 2008 at 4:11

Generationen, Milieus und die Wende in Clemens Meyers Geschichten

Der Roman „Als wir träumten“ des Leipziger Autors Clemens Meyer bot vor zwei Jahren viel Stoff für einen Feuilleton-internen Diskurs über Authentizität und reale Lebenspraxis im grauen Osten. Das gleichnamige Theaterstück wurde im April 2008 uraufgeführt. Seit dem 4. Dezember nun nimmt das re-organisierte „Centraltheater“ in Leipzig das Stück als Koproduktion mit dem Maxim-Gorki-Theater Berlin wieder in sein Programm auf.

Grund genug also, die Debatte über ostdeutsche Lebenswelten wieder zu beleben. Ein Essay betrachtet an dieser Stelle am Beispiel von Meyers Protagonisten den Mythos „Wendegeneration“ und unterzieht die proklamierten ostzonensozialisierten Akteure in der Realität einem kritischen Blick.

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Resignatives Stochern im Nebel des Zeitgeists

In Feuilleton, Politik on November 28, 2008 at 1:30

Jugend ohne Charakter! titelte Ende August die Zeit, auf die Polemik Die traurigen Streber ihres Feuilleton-Chefs Jens Jessen verweisend. Charakterlosigkeit, Egoismus und Angepasstheit attestierte dieser den Studierenden. Johannes Duschka stimmt ihm im Großen und Ganzen zu und arumentiert trotzdem gegen verschiedene Punkte in Jessens Polemik. Der Autor plädiert für

„eine Kritik, die die aktive Mit-Täterschaft privilegierter Personen an den -durch Sachzwänge entschuldigten- Verwerflichkeiten, die sie in ihrem persönlichen Wirkungskreises begehen, ins Visier nehmen muss.“

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Orientierungssuche – im Angebot der Anbieter

In Feuilleton, web on November 26, 2008 at 3:45

Studivz, Facebook, Myspace, ich habe alle und warte sehnlich bis jemand endlich meine Seite besucht, und sich anschaut, wie schön ich sie eingerichtet habe. Irgendwie sehne ich mich manchmal nach den alten Kettenmails, die hatten so etwas Persönliches. Da interessierte sich jemand für deine Augenfarbe, und wer dein bester Freund ist. Mein 2nd life, ist das mein Alter Ego? Lost in Informations… Chaos? Kann Ulrich Beck weiterhelfen?

Eine kleine Odysee durch die Informationsflut.

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Überkonform als Zeitgeistbesetzer – Eine Strategie für Markt- und Hausgebrauch

In Feuilleton on November 22, 2008 at 4:12

Populärkultur fordert einiges ab vom Standardkonsumenten. Stellt sich die Frage wie man es am besten bewältigen sollte und vor allem wie man nicht nur seinen Teil am Konsum beiträgt, sondern auch noch anderen Leuten seine Konsumansichten aufzwängt. Das Produzent – Konsumentverhältnis einmal überdacht. Gerade in Zeiten der kommenden Kulturkrise ein schöner Leitfaden [weiter]

Der analoge Konservatismus

In Feuilleton on November 21, 2008 at 12:16

Eine Entgegnung auf eine Kulturpessimistin

In der ZEIT Nr. 48 vom 20.11.08 erschien im Politikteil ein Artikel von Susanne Gaschke, der in dieser Weise nicht unkommentiert stehen gelassen werden darf. Der Text trägt den Titel „Die digitale Erlösungslehre“ und setzt sich zum Ziel, die angebliche Verführung durch das Internet und deren schlimme Folgen für die Gesellschaft aufzudecken.

Als Replik darauf soll mit diesem Beitrag versucht werden, diese Warnung vor „Verführung“ zu entlarven als das, was sie ist: Eine Strategie des bildungsbürgerlichen Konservatismus, dessen Intention es ist, die Hegemonie und Exklusivität der (Hoch-)Kultur des eigenen Milieus vor der Partizipation breiter Bevölkerungsteile durch das Internet zu schützen und zu bewahren.

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Zwischenruf – Nothing happens with the Happening

In Feuilleton on November 20, 2008 at 4:25

Was ist los mit künstlerischem Protest, wer rüttelt noch am moralischen Wertefundament der Gesellschaft? Verhallen die Rufe des Schreitheaters und der Demos wirklich ungehört? Steph Belbourne sucht einen Ausweg aus der Misere..

„Happenings, Fluxus, Performances.. macht man so etwas heute eigentlich noch? Mit dieser Frage im Kopf stieg ich in die Straßenbahn, die für das Happening der 6 ukrainischen Künstler umgestaltet wurde und nun durch die Leipziger Innenstadt und das Studentenviertel zog, auf der Suche nach Mitfahrern, die zu Performance animiert werden sollten..“

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Geschichte, Räume. Szenerien ad Abstractum

In Feuilleton, Geschichte on November 15, 2008 at 12:58

Geschichtsschreibung ist seit dem letzten Jahrhundert einer der Begriffe, die sich einem konstanten Wandel unterwerfen müssen. Jeder mittelmäßige Denker hat seine eigene Definition aufgestellt und ist dennoch nicht zu irgendeinem haltbaren Ergebnis gelangt. Hier soll versucht werden, den Begriff komplett aufzulösen und ihn gleichzeitig ein weiteres Mal umzudeuten. Als Polemik, in der ganzen Streitbarkeit, die ihm inne wohnt… [weiter]

Die Allianz der Idiotie

In Feuilleton, Film on November 13, 2008 at 4:23

Die Coen-Brüder haben einen neuen Film gemacht.

Kindlich-naive Debilität gepaart mit einer unbekümmerten Seitensprungmentalität sind in der Regel nicht die Verhaltenspräferenzen, die man klandestin agierenden Erpressern und ihren im staatlichen Geheimdienst beschäftigten Gegenspielern zuschreiben würde. Doch genau das ist das Bild, was die Brüder Joel und Ethan Coen in ihrem neuen Film „Burn After Reading“ zeichnen. [Weiter]

Die Macht des Mythos – Ein alternder Superheld auf dem Weg der Menschwerdung

In Feuilleton on November 5, 2008 at 1:24

Superhelden sind zumeist unantastbar. Aber was macht sie aus, was machen sie, wenn sie mal nicht die Welt retten oder besser was wenn sie alt werden? Und wie reflektieren sie eigentlich darüber? [weiter]