#6 Nicht umsonst keine Deutschen Berlinale subjektiv. Genug gelesen hat man ja von der Berlinale. Nun steht fest, welcher Film den goldenen Bären erhalten hat – peruanisch und politisch – das musste ja sein. Wahrscheinlich existiert ein geheimes und verbindliches Regelwerk für die Jury, nach dem keine Filme den Wettbewerb gewinnen dürfen, die a.) aus Amerika oder Westeuropa kommen und b.) weder Neokolonialismus noch die imperialistischen Schandtaten der Globalisierung an den Pranger stellen.
# 5 Es macht keinen Sinn mehr Sinn zu produzieren Ein nichtgeneriertes Essay Zugegebenermaßen ist es recht eigenartig, innerhalb eines journalistisches Mediums eine zweite Ebene zu konstruieren, die als Referenzpunkt eines Artikels gilt. Vor allem, wenn diese Ebene selbst ein Artikel ist. Zumindest dem Anschein nach. Es geht um den Artikel “The Collapse of Narrative: Textual appropriation in the works of Tarantino”, der kürzlich auf Jaques&Juergen erschien. Auch für Muttersprachler wäre es schwierig, auch nur ansatzweise den Sinn eben jenen Textes zu rekonstruieren. Es gibt nämlich keinen.
#4 Swipe your Ironie, please. Wie sich Kunst und Ironie im Spiegelbild zuzwinkern. Das hier ist einer kleiner Artikel über Ironie und Doppeldeutigkeit, Über Imitation und Performance. Alles startet in einer neu eröffneten Bar in Kanada.. und endet in Michel Foucaults Spiegel.
#3 Zwischenruf – Nothing happens with the happening Was ist los mit künstlerischem Protest, wer rüttelt noch am moralischen Wertefundament der Gesellschaft? Verhallen die Rufe des Schreitheaters und der Demos wirklich ungehört? Steph Belbourne sucht einen Ausweg aus der Misere…
#2 Die Allianz der Idiotie Die Coen-Brüder haben einen neuen Film gemacht. Kindlich-naive Debilität gepaart mit einer unbekümmerten Seitensprungmentalität sind in der Regel nicht die Verhaltenspräferenzen, die man klandestin agierenden Erpressern und ihren im staatlichen Geheimdienst beschäftigten Gegenspielern zuschreiben würde. Doch genau das ist das Bild, was die Brüder Joel und Ethan Coen in ihrem neuen Film „Burn After Reading“ zeichnen.
#1 Virtuelle Leinwände Künstlerisches Schaffen – ein Phänomen, welches die beeindruckende Fähigkeit besitzt, Rohmaterial aus beliebigen Bereichen aufzugreifen und integrativ zu adaptieren. Das 20. Jh. bot an seinem Wegesrand des Fortschritts genug Fundstücke, Bewegung in die Begrifflichkeit von Kunst zu bringen. Das letzte Fundstück, zwischen Vergissmeinnicht und Sauerampfer aufgegriffen, ist NETZWERKKUNST.




